Teppichaktion, Passagenoase, 5.11.2011

Das Projekt "Kunst im Emmertsgrund" gründet sich auf der Idee, den Emmertsgrund durch Kunst im Stadtteil interessanter und nicht nur für die Bewohner attraktiver zu machen. Der Ruf von "Tristesse" und "abweisende Festung" (FOCUS-Immobilienführer 2008), den die dem Wald angepasste Farbgebung dem Stadtteil eingebracht hat, lässt sich u.a. durch eine künstlerische Gestaltung der Häuserfronten verändern.

Der Emmertsgrund bietet sich für ein Kunstprojekt ganz besonders dadurch an, dass er im Gegensatz zur Heidelberger Innenstadt bisher von öffentlicher Kunst völlig unberührt ist und durch den Einsatz von öffentlicher Kunst ein anderes, innovatives und attraktives Gesicht erhalten würde.

Seine einmalige Lage am Berghang

ermöglicht es, durch große, vom Tal aus gut sichtbar an den Hochhäusern angebrachte Wandbilder leuchtturmartig darauf hinzuweisen, dass hier ein besonderer Stadtteil zu entdecken ist.

Diese großen, als "Murals" bezeichneten, Wandbilder würden im Laufe von mehreren Jahren durch weiterer Kunstaktivitäten wie die Bemalung freier Wände und Brücken, die Aufstellung von Plakatwänden und die Durchführung von temporären Ausstellungen und Kunstaktionen prozesshaft begleitet.

Bei mehreren Treffen und Veranstaltungen hat eine Projektgruppe anlässlich des 40-jährigen Jubiläum des Emmertsgrundes im Jahr 2013 als ersten Schritt in Richtung auf ein Gesamtkonzept den Plan erarbeitet, zunächst auf einer der Hochhausfassaden, z.B. von Emmertsgrundpassage 1, ein großes Wandbild (als Leuchtturmprojekt) anfertigen zu lassen. Daneben ist ein einwöchiges Kunst- und Kulturenfestival für das Jubiläumsjahr angedacht.

Die künstlerische Gestaltung des Stadtteils soll in Form eines Gesamtkonzepts im Rahmen einer durch Bürgerbeteiligung ausgewählten Thematik geschehen. Mit Hilfe einer überregionalen Ausschreibung und einer aus Bürgern, Wohnungseigentümern, Sponsoren, Stadtverwaltung und Kunstsachverständigen gebildeten Jury werden geeignete Gestaltungsvorschläge ermittelt.

Dem Konzept von „Urban Art“ entsprechend wird hierbei auf die

Beteiligung der Bürgerschaft, insbesondere der Schulen aus beiden Stadtteilen Wert gelegt, so dass auch die Aspekte Kommunikation und Integration zum Zuge kommen.

Das Projekt in Trägerschaft des Kulturkreises Emmertsgrund-Boxberg wird von Kunstsachverständigen und Architekten professionell begleitet und vom Stadtteilmanagement, dem Stadtteilverein und weiten Teilen der Bürgerschaft unterstützt; das Kulturamt und das Stadtplanungsamt haben ihr Interesse und ihre Unterstützung bekundet. Die Sponsorensuche hat bereits begonnen; erste Teilerfolge wurden erzielt.

Das Projekt soll eingebunden werden in das Integrierte Handlungskonzept der Stadt für den Emmertsgrund. Vorstellbar ist auch, dass dieses Projekt als ein Beitrag des Emmertsgrunds in die geplante Internationale Bauausstellung der Stadt Heidelberg integriert wird.

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Lageplan für den Emmertsgrund

Ideen und Entwürfe

Technisches

Kunstwerke spielen in öffentlichen Räumen, auf Plätzen und Wänden eine immer größere Rolle. Sie sind Teil kommunaler Kultur, sie können aber auch die Wohnqualität eines Stadtteils und die Aufenthaltsqualität von öffentlichen Räumen erhöhen und zur Identität eines Stadtteils beitragen.